Vzbv Musterfeststellungsklage daimler

Die Musterfeststellungsklage gegen VW wird Ende April zurückgenommen. Damit wird die Musterfeststellungsklage beendet. Durch die Eintragung ins Klageregister wurde die Verjährung der Ansprüche gegen VW unterbrochen. Betroffene haben nach dem Ende der Musterfeststellungsklage die Möglichkeit, individuell gegen VW zu klagen. Hier empfiehlt die Verbraucher-Kanzlei Dr. Stoll & Sauer sowie der vzbv sich unbedingt anwaltlich beraten zu lassen – mehr dazu hier. Die Klage kann mindestens bis Ende Oktober erhoben werden. Dann droht die Verjährung der Ansprüche. Sie ermöglicht es Verbrauchern, sich ohne eigenes Risiko Verbraucher­schutz­klagen verbindlich und mit minimalem Aufwand anzu­schließen. Sogar die Erstattung von illegalen Gebühren in Höhe von wenigen Euro wie zum Beispiel für die Benachrichtigung über Rücklastschriften lässt sich auf diese Weise mit vertret­barem Aufwand durch­setzen. Das Interesse ist gewaltig. Für die Muster­fest­stellungs­klage des vzbv gegen VW hatten sich fast 500 000 Käufer von Skandal­autos angemeldet. Vergleich der vzbv-Musterfeststellungsklage gegen VW: Das steckt drin für Verbraucher VW und der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) haben einen Vergleich für geschädigte Dieselkunden in der Musterfeststellungklage (Musterklage oder Sammelklage) erzielt.

Teilnehmer… Auch der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands vzbv war mit dem Verfahren zufrieden: „Noch nie haben so viele Verbraucherinnen und Verbraucher auf einen Schlag profitieren können“, betonte Klaus Müller. Aber mit den Umrüstungen sind die Folgen noch lange nicht aufgearbeitet. Der VW-Skandal wird derzeit juristisch in unzählige Gerichtsverfahren behandelt. Der BGH hat am 25. Mai 2020 entschieden, dass VW den Kunden zu Schadensersatz verpflichtet ist (Aktenzeichen VI 252/19). Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat gegen VW eine Musterfeststellungsklage erhoben, damit Betroffene zu ihrem Geld kommen. In dem Verfahren ist es im Februar 2020 zu einem Vergleich gekommen.

Das neue Gesetz enthält dazu nur eine einzige Regelung: Höchst­grenze für den Streit­wert von Muster­fest­stellungs­verfahren sind 250 000 Euro. Gehen die Gerichte – wie bei Unterlassungs­klagen üblich – von einem Streit­wert von 2 500 Euro je Fall aus, werden sich Verbraucher­schutz­verbände eine ganze Reihe von Klagen leisten können. Setzen die Gerichte höhere Streit­werte an, wird es schwierig. Das Prozess­kostenrisiko steigt dann. Eine Klage mit einem Streit­wert von 250 000 Euro kostet, wenn es – wie bei Verbraucher­schutz­streitig­keiten oft – durch alle möglichen Instanzen geht, mindestens etwas mehr als 50 000 Euro.